Die Entstehung

von "Immer da"

Oktober 1989
Mein Baby liegt nach einem Narkosezwischenfall auf der Intensivstation, die Ärzte kämpfen um sein Leben. Ich beginne Tagebuch zu schreiben, nicht nur um mir meine Sorgen von der Seele zu schreiben, auch, um alles zu notieren, was WER wann zu mir gesagt hat. Bei all dem schmerzt mein Herz jede Sekunde, wenn ich sehen muss, wie mein Kind leidet.

1989 bis 2003
Die ständige Sorge um Julian ist immer da. Ich schreibe Tagebuch, so oft es mir ein Bedürfnis ist. Viele Gespräche mit Verwandten und Freunden sind für mich oft der einzige Kontakt nach draußen. Parallel zur oft physisch und psychisch kräftezehrenden Pflege von Julian führe ich einen Prozess gegen eine Klinik, der zu Anfang aussichtslos erscheint; mehrfach möchte ich aufgeben, da mir dadurch zusätzlich Kräfte geraubt werden. Julian ist häufig in stationärer Behandlung, leidet an Krampfanfällen, den Folgeschäden der Spastik und immer wieder an Lungenentzündungen. Friedlich und ohne Vorzeichen einer akuten Erkrankung verlässt er uns im Schlaf am 31.August 2003.

„Gerade der schwächste Mensch
darf die größte Hoffnung auf die größten Gnaden haben,
weil sich Gott dem Elend der Menschen anpasst.“
(Theresia von Lisieux)

 

2007
Nach einer Podiumsdiskussion des Kindernetzwerkes e.V. kommt deren Botschafterin Frau Sybille Beckenbauer auf mich zu. Sie sagt mir, dass sie es sehr berührt habe, was ich mitgeteilt habe. Ich sage, dass es noch so viel mehr gäbe, was ich erzählen könnte und dass ich es eigentlich alles aufschreiben müsste. „Tun Sie das,“ antwortet sie. — Ich hole meine Unterlagen aus einer gut verwahrten Kiste und tippe alles ab, was ich seit 1989 bereits mit der Hand auf viele Seiten geschrieben habe. Aber so einfach ist es dann doch nicht, da weiter zu machen.

2010
Ich starte erneut mit dem Schreiben von „Mein liebes Kind“. Immer wieder bleibe ich beim Schreiben hängen an der Stelle, die ich bis dahin als schlimmsten Tag meines Lebens bezeichnete. Der Schmerz sitzt noch so tief, dass ich mein Vorhaben erstmal zurück stellen muss. Auch fehlt mir bei einem Vollzeitjob und meiner Freiberuflichkeit ausreichend Freiraum (auch im Kopf) um hier weiter zu machen.

2012
Nach einem langen Weg der Selbstfindung und einer Reise an den Comersee fühle ich mich stark, frei und ausreichend genährt, mein Vorhaben fortzusetzen. Der Titel des Buches wird nun „Immer da“ heißen.

Februar 2013
Ich erzähle zunehmend in aller Öffentlichkeit über mein Vorhaben, mein Werk zu vollenden.

13.07.2013
Es ist der Geburtstag von Julian. Ich bin auf einem Seminar anlässlich meiner Coachingausbildung bei Veit Lindau. Ich erzähle vor allen anderen Teilnehmern von dem Leben mit ihm und dass ich ein Buch darüber schreiben werde.

Herbst 2013
In einem Marketing-Seminar erfahre ich, wie wichtig es ist, sich Markennamen schützen zu lassen Nachdem ich das Zertifikat des Patentamtes erhalte, kann jeder den Buchtitel erfahren, da dieser nun für 10 Jahre geschützt ist.

Dezember 2013
Mein Artikel in der „Chance“ des deutschen Kinderhospizvereines zum Thema „Mütter“ wird veröffentlicht. Ich habe eine Webseite mit meinem Namen und habe die immer-da.com bereits reserviert. Ich nehme Kontakt auf mit vielen Menschen, die uns in all den Jahren begleitet haben und bitte um Genehmigungen, ihre Vornamen in mein Buch schreiben zu dürfen.

2014
Immer wieder schreibe ich einzelne Abschnitte – zum Teil ins Handy. Da ich viel arbeite, fehlt mir jedoch dafür ausreichend Zeit und Ruhe. Wir scannen alle Familenfotos ein, dass ich sie auf dem Computer ansehen kann. Während eines Urlaubs in der Provence entstehen viele schöne Bilder von Lavendelfeldern. Das Buchcover entsteht und ich kann es auf einer „Zukunftsparty“ im Dezember 2014 in aller Öffentlichkeit präsentieren, stelle mich allen als Autorin vor.

2015
Die Webseite IMMER DA entsteht langsam. Ich nehme mir das Inhaltsverzeichnis meines Buches  vor, die Kapitel bekommen einen Namen. Die ersten beiden Kapitel sind fertig. Ich stocke nach wie vor an Stellen, die mit dem Narkosezwischenfall und den Prozess zu tun haben. Wohl habe ich nun die Entscheidung getroffen hierüber nur das Nötigste zu berichten. Ich schaue alle Kalender, Arzt- und Klinikbefunde durch, notiere alle wichtigen Daten nach Jahren. Eine Fanpage bei Facebook besteht bereits, die noch keine Likes hat, da ich diese noch nicht publik mache.

2016
Es geht voran, vieles ist geschrieben. Ich schreibe zum Teil auch einfach nur ins Handy und schicke mir die Notiz dann als Email.

13.07.2016
Heute ist Julians Geburtstag, er wäre 27 Jahre alt. Es fühlt sich sehr gut an, dass ich heute an diesem besonderen Tag das erste Exposé für IMMER DA auf den Weg schicken kann.

14.08.2016
Nach dem gestrigen Autoren-Workshop habe ich das Exposé überarbeitet und nun heute weitere Exposés versendet.

18.10.2016
Ich bekomme vom LifeTrust-Verlag das Buch „Human Angels“ zugeschickt. Ich freue mich sehr, dass mein Engel Julian in diesem WERT-vollen Buch einen Platz haben durfte.

03.12.2016
Bei dem intensiven Tagesseminar „2017 wird mein Jahr“ finde ich in einer Teilnehmerin, die selbst Autorin von vielen Büchern ist, eine Impulsgeberin und eine Patin zum Erreichen meines Zieles.

10.12.2016
Es ist mir heute eine besondere Ehre Veit und Andrea Lindau in Berlin im Namen aller Mitautoren öffentlich für das Buch „Human Angels“ zu danken: „Es ist ein Wunder, wie sehr wir von all diesen Engeln lernen können und unser eigenes Leben dadurch reicher wird.“ Dieser besondere Moment bestärkt mich wieder mehr wofür ich die Worte in IMMER DA schreibe.

15.02.2017
In den letzten Wochen habe ich mich wieder intensiv mit meinen Zielen beschäftigt, höre mein Lieblings-Motivationsbuch im Auto. Bin wieder näher dran an meiner Vision. Ich bin bei vielen Themen sofort im Fluss, komme aber am Anfang des Buches nicht wirklich weiter. Es ist oft schwer, mich auf das Vergangene immer wieder einzulassen. Dafür fehlt mir auch im normalen „Tagesgeschäft“ die Zeit, die ich brauche um mich völlig dem Schreiben hinzugeben. Vor wenigen Tagen habe ich mich nun entschlossen, das bisherige erste Kapitel komplett neu zu schreiben, bzw. rigoros zu kürzen. Nun fühle ich mich wohl damit und weiß, dass das der richtige Weg ist und habe heute weitere Exposés auf den Weg geschickt.

17.02.2017
Ein weiteres Exposé schicke ich heute auf den Weg. Meine „Buch-Patin“ hatte mir bereits im Januar eine Empfehlung mit einem Link zu einen Interview mit einer Verlegerin geschickt. Erst heute kam ich dazu mir dieses anzusehen.

02.03.2017
Bewegender Tag in der „Runden Ecke“ bei Patrick Lynen, wo ich „Meine Geschichte“ erzählen durfte.

09.05.2017
Das Video von der „Runden Ecke“ ist da. Ich bin selbst noch einmal sehr aufgeregt und bewegt während ich mir den Zusammenschnitt ansehe. Das  Video wird am 11.Mai bei YouTube veröffentlicht.

17.05.2017
Dieses Mal schicke ich zu den Exposés noch eine Leseprobe auf den Weg. Ich schreibe weiter und nehme mir vor, dass es an Julians Geburtstag im nächsten Jahr fertig ist.

31.08.2017
Heute ist der Todestag von Julian. Es ist genau 14 Jahre her, dass er von uns gegangen ist und er war genau 14 Jahre alt. Kein Verlag hatte sich bis jetzt positiv zu meinem Vorhaben gemeldet. Ich hatte mir vorgenommen, ab jetzt keine weiteren Exposés mehr abzuschicken. Nun werde ich IMMER DA mit einem kleineren Verlag oder selbst veröffentlichen.

06.03.2018
Ich werde IMMER DA in diesem Jahr an meinem Geburtstag veröffentlichen. Es ist der Tag nach Julians Todestag.

26.07.2018
Das Vorwort kommt per Email. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich es lese.

30.07.2018
Das  wunderbare Schlusswort wird mir übermittelt, es passt genau an den Schluss.

12.08.2018
Das restliche Manuskript (ab Kapitel VI) ist mit 500 Seiten im Lektorat.

15.08.2018
IMMER DA geht mit einer kleinen Auflage von 25 Exemplaren in den Druck (ohne ISBN als Selfpublishing) –  erst einmal für private Zwecke, da immer noch Text-Genehmigungen fehlen.

01.09.2018
Dieses Jahr ist es genau 15 Jahre her, dass Julian friedlich im Alter von 14 Jahren eingeschlafen ist. Es ist nun länger her, dass Julian nicht mehr bei uns ist, als dass er bei uns lebte. Daher ist es für mich ein besonderer Zeitpunkt, mein Projekt „Biografie“ in diesem Jahr nach 10 Jahren zu beenden.